Krampfadern

 

Allgemeine Informationen zu Krampfadern

Bei Krampfadern handelt es sich um oberflächliche und knotenartig erweiterte Venen, die zumeist eine geschlängelte Form aufweisen. Sie werden auch als Varizen oder Varikosis bezeichnet. Krampfadern sind für die Betroffenen oftmals nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern auch ein gesundheitliches. So besteht die Gefahr, dass die Knöchel anschwellen oder es zu Schmerzen an den Beinen kommt. Grundsätzlich kann sich aus jeder Vene eine Krampfader entwickeln, in den meisten Fällen zeigen sie sich jedoch an den oberflächlichen Venen der Beine. Die Bezeichnung Krampfader entstammt übrigens dem mittelhochdeutschen Wort Krummader.
Krampfadern sind ein weit verbreitetes Problem in Deutschland. So wird geschätzt, dass rund 20 Prozent aller erwachsenen Menschen zumindest unter leichten Veränderungen an den Beinvenen leidet. Meistens sind dies so genannte Besenreißer. Als Besenreißer werden oberflächliche und feine Krampfäderchen bezeichnet. Mit steigendem Lebensalter erhöht sich auch das Risiko für die Ausbildung von Varizen. Besonders betroffen von Krampfadern sind Frauen. Bemerkbar machen sich die Krampfadern meist zwischen dem 30. und dem 40. Lebensjahr. Ob es zur Ausbildung von Krampfadern kommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Bei 95 Prozent aller Betroffenen bilden sich Krampfadern ohne erkennbare Ursache. In diesem Fall handelt es sich um eine anlagebedingte oder primäre Varikose. Werden die Varizen dagegen durch andere Krankheiten hervorgerufen, wie beispielsweise durch eine Thrombose der Venen, spricht man von einer sekundären Varikose.

Folgen von Krampfadern

Ob eine Krampfader zu Beschwerden führt, hängt von ihrem Ausmaß und dem jeweiligen Stadium ab. Bei den manchen Betroffenen sind die Krampfadern nur gering ausgeprägt, sodass es nicht zu gesundheitlichen Problemen kommt. In vielen Fällen verursachen die Varizen jedoch erhebliche Beschwerden, wie zum Beispiel eine Venenentzündung, was eine medizinische Behandlung durch einen Phlebologen (Venenarzt) erforderlich macht.

Die Folgeschäden von Krampfadern werden in drei Stufen eingeteilt:

  • Noch harmlose Krampfadern

Mögliche Beschwerden, die durch Krampfadern entstehen können, sind Schweregefühle und Wasseransammlungen in den Beinen. Zusätzlich treten kleine, bläulich erweiterte Venen an den Beinen auf. Krampfadern im Erststadium werden meist nur als kosmetisches Problem betrachtet. In dieser Phase macht sich die Krankheit zwar noch nicht richtig bemerkbar, jedoch sollten die ersten visuellen Anzeichen von Krampfadern von einem Phlebologen abgeklärt werden, da sich die Krankheit sonst ungestört ausbreiten kann.

  • Hautveränderungen und unangenehme Beschwerden

In der zweiten Stufe machen sich Juckreiz, Wadenkrämpfe sowie Hautverfärbungen bemerkbar. Zusätzlich wird die Haut dicker, fester und berührungsempfindlicher. Die Beine sind heiß und gerötet und oftmals bildet sich ein Ekzem. Da sich die vielen Hautstörungen schnell verschlimmern können und sich ein offenes Bein entwickeln kann, muss in diesem Stadium sofort ein Spezialist aufgesucht werden, der die Symptome abklärt und gegebenenfalls eine Behandlung der Krampfadern einleitet. Wenn eine konservative Therapie nicht ausreichend ist, muss der Spezialist die Krampfadern entfernen.

  • Das offene Bein

Wenn die Krankheit schon eine Weile andauert, kann sich die gestörte Haut aufgrund des Blutstaus irgendwann nicht mehr selbst regenerieren. Kommt es zu einer Verletzung, heilt diese nicht von alleine ab. Stattdessen bleibt die Wunde offen und es entsteht das sogenannte „offene Bein“. In der nässenden Wunde siedeln sich Bakterien an, die einen fauligen Geruch zur Folge haben. Weiterhin kann durch die Blutgerinselbildung auch eine Thrombose entstehen, die schnell zu einer Lungenembolie führen kann. Wer bis hierhin keinen Arzt aufgesucht hat, sollte es an dieser Stelle dringend tun. Der Arzt wird entscheiden, wie die Krampfadern und ihre Folgeschäden zu behandeln sind.

Krampfadern entfernen

Bei der Behandlung von Krampfadern ist es das wichtigste Ziel, den Blutfluss in den Venen sicherzustellen und zu verhindern, dass ein Blutstau eintritt. Als wirksame Behandlungsmethode bei leichten bis mittelschweren Krampfadern gilt das Tragen von Stützstrümpfen oder Kompressionsverbänden. Oberflächliche Krampfadern können auch verödet werden, was man als Sklerosierung bezeichnet. Bei starken Beschwerden muss man einen operativen Eingriff vornehmen und die Krampfadern entfernen. Hierbei hat sich das klassische Venenstripping Verfahren bewährt, bei der die Vene mithilfe einer Sonde herausgezogen wird. Alternativ ist eine schonende Radiofrequenztherapie (VNUS Closure Fast Verfahren) möglich, bei der das Kollagen in der Veneninnenwand durch Radiowellen-Energie schrumpft und die Vene dadurch verschlossen wird.

Krampfadern vorbeugen

Verschiedene Risikofaktoren können zur Bildung von Krampfadern führen. Dazu gehören Bewegungsmangel, langes Sitzen und Stehen, Übergewicht, Vererbung, Nikotinkonsum und die weiblichen Geschlechtshormone.
 Um Krampfadern vorzubeugen, sollte man versuchen, diese Risikofaktoren soweit wie möglich einzudämmen.

Mit den folgenden Tipps lassen sich Krampfadern erfolgreich vorbeugen:

  • ausreichend Bewegung
  • langes Sitzen und Stehen vermeiden
  • statt dem Aufzug die Treppe nehmen
  • Sportarten wie Joggen, Fahrrad fahren oder Schwimmen
  • so oft es geht die Beine hochlegen, um die Venen zu entlasten
  • auf das Gewicht achten und Übergewicht vermeiden
  • mit dem Rauchen aufhören
  • auf Reisen, langen Autofahren oder bei Arbeiten im Stehen Kompressionsstrümpfe tragen
  • die Beine bei heißem Wetter kühlen
  • Fußbäder, Teilbäder und Kneipp-Anwendungen
  • venenstärkende Medikamente

Es ist zu beachten, dass das Befolgen einzelner oben genannter Tipps alleine nicht ausreichend ist. Das heißt, auch von einer alleinigen Einnahme venenstärkender Medikamenten ist abzuraten. Um langfristig Erfolge zu erzielen, muss stets eine Summe der oben genannten Tipps befolgt und die eigene Lebensweise dauerhaft angepasst werden. Wir beraten Sie gerne zum Thema Krampfadern in unserer Praxis für Gefäßchirurgie in Stuttgart und besprechen mit Ihnen individuelle Maßnahmen zum Vorbeugen von Krampfadern.

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