Venenoperation mit dem Stripping Verfahren

Das Stripping ist mittlerweile ein bewährtes und weit verbreitetes Verfahren, um Krampfadern operativ zu entfernen. Mittlerweile werden in Deutschland pro Jahr über 300.000 Eingriffe mit diesem Verfahren durchgeführt. Wir setzen diese Form der Venenoperation bereits seit 17 Jahren erfolgreich ein.
Bei der Venenoperation mit dem Stripping Verfahren werden die erkrankten Venenteile (Varizen) des oberflächlichen Venensystems entfernt. Hierfür wird eine Sonde über einen kleinen Hautschnitt in die kranke Vene eingeleitet, durch sie hindurchgeschoben und an ihrem Ende wieder hinausgeführt. Nach dem Einführen der Sonde wird die Krampfader an beiden Enden abgetrennt, an der Sonde befestigt und dann gemeinsam mit der Sonde herausgezogen. Zu beachten ist hierbei das exakte Absetzen der oberflächlichen Sammelvene an der tiefen Vene, da es sonst zu einem Rückfall des Krampfaderleidens kommen kann. Am Ende der Venenoperation werden die nun funktionslosen Perforansvenen, die normalerweise das tiefe Venensystem mit dem oberflächlichen Venensystem verbinden, unterbunden.
Die Kosten der Venenoperation mit dem Stripping Verfahren werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Der Vorteil des Stripping Verfahrens

Da bei der Venenoperation mit dem Stripping Verfahren vor dem Sondieren der Vene nicht nur die erkrankte Vene stillgelegt wird, sondern auch die umliegenden kleinen Seitenäste, ist die Gefahr eines Rückfalls in Form von neuen Krampfadern nach der Venenoperation sehr gering. Im Gegensatz dazu ist das Rückfallrisiko bei einer Lasertherapie deutlich höher: Beim Lasern wird die Vene zwar verschweißt und sie stirbt ab, jedoch bleiben häufig kleine Seitenäste offen, die anschließend wieder Blut transportieren und erneut zur Varikosis führen kann.

Varianten des Stripping Verfahrens

Nach der klassischen Babcock-Technik (1907) wird zur Venenoperation eine herkömmliche Metall- oder Plastiksonde verwendet. Alternativ kann nach der modernen schonenderen Kryo-Technik eine Kältesonde verwendet werden, an der die Krampfader anfriert und somit sehr leicht entfernt werden kann. Denn durch das Anfrieren wird beim Kryostripping im Gegensatz zum Babcock Verfahren nur ein Hautschnitt benötigt.
Je nach Schweregrad der Erkrankung kann die Venenoperation ambulant oder stationär durchgeführt werden. Weiterhin kann sie sowohl unter Voll- oder Teilnarkose als auch unter Lokalanästhesie durchgeführt werden. Die Auswahl der passenden Narkoseform für die Venenoperation ist zusätzlich auch von der psychischen Verfassung des Patienten abhängig.

Was muss nach der Venenoperation beachtet werden?

  • Nach der Venenoperation mit dem Stripping Verfahren empfehlen wir, für mindestens vier Wochen Kompressionsstrümpfe zu tragen. Die engen Strümpfe führen dazu, dass sich der Durchmesser der Venen verringert und die Venenklappen dadurch wieder besser schließen. Um zu vermeiden, dass das Bein nach der Venenoperation anschwillt und Thrombosen oder Lungenembolien auftreten, sollte der Patient zusätzlich zu den Kompressionsstrümpfen mehrere Tage mit dem gerinnungshemmendenden Wirkstoff Heparin behandelt werden.
  • Das Duschen ist am zweiten Tag nach einer Venenoperation erlaubt, die Wunden sollten unbedingt mit einem wasserundurchlässigen Pflaster geschützt werden. Die Kompressionsstrümpfe oder -verbände dürfen dabei kurz ausgezogen werden.
  • Saunabesuche und Baden sind ca. 4 Wochen nach der Venenoperation nicht zu empfehlen, da die Haut dadurch zu sehr aufweicht und unnötig belastet wird. Nachts können die Kompressionsstrümpfe in der Regel ausgezogen werden, da die Venen im Liegen weniger belastet werden. Trotzdem ist es ratsam, die Strümpfe in den ersten Tagen nach der Venenoperation auch nachts anzubehalten. Das Chirurgie-Centrum Stuttgart berät sie nach der Operation gerne bezüglich der Tragezeit Ihrer Kompressionsstrümpfe.
  • Nach der Venenoperation bilden sich an den operierten Beinen oft Blutergüsse. Trotzdem sollte man sich nicht übertrieben schonen, dies wäre sogar kontraproduktiv. Bereits ab dem nächsten Tag nach der Venenoperation ist es ratsam, mit der Bewegungstherapie zu beginnen und ein bisschen Fußgymnastik zu betreiben. Kleine Wege und leichte Tätigkeiten im Haushalt sind schon am nächsten Tag nach der Venenoperation problemlos möglich. Die restliche Zeit sollte man das Bein aber so oft wie möglich hochlegen, da das Blut dann besser fließen kann und die Venen entlastet werden.
  • Weiterhin gilt es zu beachten, dass man das Bein nach der Venenoperation ca. 6 Wochen nicht der direkten Sonneneinstrahlung aussetzt, da die Haut an der entsprechenden Stelle sonst bleibende Pigmentierungsstörungen bekommen kann.
  • Bei örtlicher Betäubung kann der Patient in der Regel direkt nach der Venenoperation wieder essen und trinken. Nach einer Narkose ist das Trinken meistens schon direkt nach dem Aufwachen möglich, mit dem Essen sollte man jedoch noch mindestens zwei Stunden warten.
  • Der Patient wird in der Regel für die Woche nach der Venenoperation krankgeschrieben. Da der Heilungsprozess bei jedem ein wenig anders verläuft, besprechen wir die exakte Dauer der Krankschreibung individuell mit Ihnen. Sofern die Wunde genäht werden musste, können die Fäden bereits 10 Tage nach der Venenoperation gezogen werden.
  • Je nach Veranlagung kann es nach einer Venenoperation leider erneut dazu kommen, dass Krampfadern entstehen. Daher wird empfohlen, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, um eine weitere Operation zu vermeiden.

Wir beraten Sie gerne bei uns in Stuttgart rund um das Thema Venenoperation und Krampfadern sowie zu möglichen Übungen und Therapien.

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